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Impfen, ein aktuelles Thema im Rahmen der Corona-Pandemie

Autor: Herr Gaar
Artikel vom 12.04.2021

Informationen  aus dem Gemeinde-Archiv:

Impfen, ein aktuelles Thema im Rahmen der Corona-Pandemie, hat einige geschichtliche Vorläufer, auch in Weiltingen. Davon greife ich im nachstehenden Text einen Aspekt zum Thema Pockenimpfung heraus. Im Königreich  Bayern wurde bereits 1806 dringend empfohlen sich gegen „Blattern“ (Pocken) impfen zu lassen. Weil die Untertanen dieser Aufforderung nur zögerlich nachkamen und sehr viele Menschen an dieser heimtückischen Viruserkrankung schwer erkrankten und starben, wurde 1807 in Bayern die Impfpflicht gegen die Pocken eingeführt. Impfverweigerer mussten mit hohen Geldstrafen rechnen. Die Pocken verbreiteten sich jedoch weiter und forderten viele Tausend Todesopfer. 1874 wurde im Deutschen Reich ebenfalls die Pocken-Impfpflicht eingeführt, die die nachfolgenden politischen Systeme überdauerte und erst nach ca. 100 Jahren 1976 endete.

Die Weltgesundheitsorganisation  (WHO)  startete  im Jahr 1966 eine „Pocken-Ausrottungskampagne“.  Kern des Programmes war eine weltweite Pockenimpfpflicht, die Wirkung zeigte: Im Jahr 1980 erklärte die WHO die Bevölkerung weltweit offiziell als pockenfrei.  Die letzte Pockenerkrankung in Deutschland war 1972.

Personen, die vor 1975 geboren wurden, haben in der Regel am Oberarm eine kreisförmige Narbe, die sich infolge der Pockenimpfung gebildet hat.

Die Ausrottung des Pockenvirus gilt als Erfolgsgeschichte des Impfens.

Von Weiltingen ist ein Dokument von 1896 überliefert, in dem die Bevölkerung aufgerufen wird, ihre Kinder zu einer öffentlichen Impfung gegen die Blattern, am 6. Mai 1896, um 16:00 Uhr in das Gasthaus zum Grünen Baum zu bringen. Auch hier gab es zwei Termine, am 13. Mai fand der Kontrolltermin statt. Für Nichtbefolgung musste mit Strafen gerechnet werden.

Unterzeichnet ist das Dokument mit

„Weiltingen, den 22. April 1896. Die Ortspolizeibehörde Wittmann Bürgermstr.“

Hildegard Christ

Die Übersetzung der Bekanntmachung finden Sie hier. (PDF-Datei)

 

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